Reisetagebuch Antarctica 2012

13.01.2012

Schon wieder ein Jahr vorbei. Die Antarctic-Circle Voyge steht vor der Tür. Dieses Jahr ist der Winter lange nicht so hart wie der letzte und so war es eine entspannte Fahrt zum Frankfurter Flughafen.

Der 13.500 km lange Flug im vollbesetzten Jumbo nach Buenos Aires verlief problemlos.
Knapp 14 Stunden sind verdammt lang, gehen aber irgendwie rum.

14.01.2012

Endlich am Boden nahm ich mir ein Taxi vom Buenos Aires Ezeiza International Airport zum nationalen Flughafen Jorge Newbery. Diesmal gleich im Terminal gebucht und gezahlt um den betrügerischen Taxifahrern draußen nicht zum Opfer zu fallen. Draußen hatte es heiße 36° und es war ein schöner Sommertag.

Nach elend langen 6 Stunden Wartezeit auf dem nationalen Flughafen in Buenso Aires ging am Nachmittag endlich der Aerolinas Flug nach Ushuaia. Noch mal weitere 3,5 Stunden im Flieger. Das kleine Hotel Hosteria Les Eclaireurs war ok. Einfach aber sauber. Leider nicht im so günstig im Zentrum gelegen, aber nach dem lagen Sitzen im Flugzeug kam der rund 3 Kilometer lange Spaziergang zum Hafen aber gerade recht. Zielstrebig steuerte ich das Tia Elvira Restaurante an, das mir vom letzten Jahr noch gut in Erinnerung war. Göttliche King Crabs in Parmesansoße bestellte ich mir, dazu ein Beagle Bier. Da hatte ich mich ein ganzes Jahr drauf gefreut. Für den Rückweg in Hotel gönnte ich mir ein Taxi.

Gleich geht es nach Ushuaia.

Blick auf den Hafen von Ushuaia.

Das Tia Elvira Restaurante in Ushuaia.

Göttliche King Crabs in Parmesansoße.

15.01.2012

Nach dem Frühstück schlenderte ich noch mal ins Zentrum von Ushuaia. Dort hatten auch am Sonntag ein paar Läden geöffnet und ich konnte noch ein paar Mitbringsel einkaufen. Bevor es zum Meetingpoint ins Hotel Albatros ging, gönnte ich mir noch ein leckeres Steak in Pfeffersoße.

Pünktlich um 16 Uhr wurde die gesamte Gruppe zum Schiff gebracht. Zur Akademik Ioffe, einem eisverstärktem ehemaligem Forschungsschiff, dass 1989 in Finnland gebaut wurde. Ein wirklich sehr schönes Schiff und ein ganz anderes Kaliber als die Marina Sweteave vom letzten Jahr. Die russische Crew war wie letztes Jahr wieder professionell und erfahren. Als Kabinengenossen hatte ich einen sympathischen amerikanischen pensionierten Lehrer.

Nach dem obligatorischen Life-Drill und sonstigen Einweisungen nahmen wir am Abend Fahrt auf in den Beagel-Kanal Richtung Drake-Passage. Was diese wohl bringen würde?

Der Hafen von Ushuaia.

Life Drill gleich zu Beginn der Reise.

Die Drake Passage gilt als das stürmischste Meer der Welt.

Die Akademik Ioffe wurde 1989 in Finnland für die russische Forschungsakademie gebaut.

16.01.2012

Erster Tag in der Drake Passage. Obwohl ich mit einem Patch gegen Seekrankheit ausgestattet bin fängt der Tag nicht so gut an. Bisher meinte es die Drake mit 4-5 Meter hohen Wellen zwar gut, das reicht aber trotzdem.

Nach dem ersten Fach-Vortrag im schlafe ich erstmal eine weitere Runde bis zum Mittagessen.
Nach dem zweiten Vortrag über Wale war ebenfalls noch mal ein Schläfchen angesagt, so kommt wenigstens auch der Erholungsfaktor nicht zu kurz.
Zwischendurch drehte ich ein paar Runden auf Deck und auf der Brücke und konnte die ersten Albatrosse und Bluepetrels beobachten und fotografieren. Am späten Nachmittag wurde der Nebel allerdings so stark das man keine Seevögel mehr erkennen konnte. Der Abend war vom Seegang her recht ruhig.

Ein Schwarzbrauenalbatros dreht seine Bahnen.

Auf der Brücke der Akademik Ioffe hatte man die beste Aussicht.

17.01. 2012

Tag zwei in der Drakepassage, der Tag gestern war eher bescheiden, ich war mehr unter Decke als auf dem Deck. Das ging aber fast allen so. Heute sind die Wellen größter aber dafür langsamer was besser für das Allgemeinbefinden ist, außerdem hab ich mich nun an de Seegang gewöhnt. Der aber beachtlich ist. Zum Glück scheint die Sonne. Ist auch selten in der Drakepassage.

Es fanden wieder unterschiedlich Briefings und Vorträge statt, außerdem musste alle Klamotten und sonstige Dinge ausgesaugt werden um nichts in den empfindlichen Lebensraum Antarktis einzuschleppen was dort nicht hingehört.

Fotos hab ich bisher kaum gemacht, da es ja reine Seetage und Vögel sind eher in Küstennähe anzutreffen.
Nur ein paar vereinzelte Albatrosse ziehen ihre Bahnen. Morgen Früh werden wir -wenn das Eis es zulässt- den Südpolarkreis erreichen.

18.01.2012

Frühstück war heute früher angesetzt als sonst. Tatsächlich erreichten wir den Süd-Polarkreis. 66° S, 33° O. Das haben nicht allzu viele geschafft da die Wetterbedingen dort sehr schwierig sind, Passagiere, und die Schiffscrew waren daher ziemlich ergriffen. Dieser Ort ist nicht einfach zu erreichen. Fast genau am Südpolarkereis verlief die Packeisgrenze,wie eine Markierung. Die Ioffe ist in die breiigen Eismasse, eine zähflüssige,wabernde Masse, die kleinere Eisberge, und Eisschollen mit sich führte gefahren. Auch dort war der Seegang sehr beachtlich, nur das hier die Wellen aus Eis auftürmten.
Ein bizzar anmutendes und beeindruckendes Erlebnis!!

Nun ist die Ioffe wieder auf der offenen See weiter südwärts. Der Wellengang ist heftig. Zum Glück hab ich mich halbwegs dran gewöhnt. Drei Viertel der Passagiere liegen aber wieder flach auf dem Bett.

Nicht jedes Schiff erreicht den Südlichen Polarkreis

Eine breiig wabernede Eismasse.

Trotz des Schneefalls wurden viele Fotos gemacht.

66° S, 33° O, Expeditionleader David McGonigal (rechts) am GPS-Gerät.

19.01.2012

Als der Wake Up Call aus den Schiffslautsprechern ertönte waren wir über Nacht wirklich bis knapp zu 68° gefahren. Laut Expedition Leader David hat es diese Saison noch kein Schiff geschafft den Südpolarkreis zu überqueren, geschweige denn diesen Breitengrad überhaupt zu erreichen.

Heute war endlich mal ein Fototag!

Die Ioffe ging in der Marguerite Bay vor Anker. Bereits um 9 Uhr ging es in die Zodiaks zum Übersetzten auf Horeseshoe Island. Endlich! Nach so vielen Seetagen wird man ja etwas unruhig. Vorbei an zahlreichen imposanten Eisbergen fuhren wir zum Strand der Bucht und landeten an. Es schneite. Nahe dem felsigen Strand stand die verfallene englische Forschungsstation Base Y, ein paar hundert Meter lagen ein paar Weddell-Robben grunzend auf dem Eis.
in Ruhe konnten wir die Stille und die Landschaft genießen und natürlich Fotos machen.

Anschließend sind wir mit dem Zodiac noch ein wenig um die Eisberge gecruised.
Das ist immer wieder ein Erlebnis! Die 5 Stunden in Eis und Schnee gingen wie im Flug vorbei. Knapp 600 Bilder…

Am Nachmittag nahm das Schiff wieder Fahrt Richtung Norden auf. Die See war endlich ruhiger – kein Vergleich zu den vergangen Tagen – und die vorbei ziehenden Eisberge funkelten herrlich in Grün und Blau im Sonnenlicht.

Am späten Nachmittag tauchte ein riesiges Packeisfeld auf. Die Ioffe fuhr tapfer hindurch. Auch hier war wieder ein ordentlicher Wellengang, Es sah sehr eindrucksvoll aus, wie die Eisschollen und die kleineren Eisberge sich mit den Wellen bewegten. Das Schiff fuhr gemächlich und zog eine breite Spur durch das Eisfeld. Während der ganzen Durchfahrt durch das Feld tauchten immer Krabbenfresserrobben auf, die sich auf dem Eis ausruhten. Das waren nochmals viele viele Fotos….

Anlandung mit dem Zodiac auf Horseshoe Island.

Die verlassene englische Station Base Y.

Die Akademik Ioffe bahnt sich ihren Weg durch das Eisfeld.

20.01.2012

Die Tage zuvor hatten wir Fahrt gen Süden gemacht. Nun hieß es wieder Strecke machen Richtung Norden.

Die ersten Wale waren zu sehen, allerdings noch weit weg. Der Vormittag ging schnell vorbei, Ausrüstung pflegen, essen, Vorträge. Nach dem Mittagessen liefen wir in der Bismarck Strait ein, wo die nächsten Exkursionen stattfinden sollten.

Beim Einlaufen in diese Wasserstraße herrschte noch schönster Sonnenschein. Als wir uns auf der Gangway aufstellten und auf das Zoidac warteten zogen die Wolken schlagartig zu und es fing wieder an zu schneien.

Zu Beginn war es noch recht schön, an der Küste von Torgersen Island zu cruisen. Wir sahen See-Elefanten, Adelie- und Eselspinguine, brütenden Riesensturmvögel und viele andere Seevögel. Leider wurde der Schneefall stärker, um bald darauf in Regen und Graupel überzugehen. Nurn wurde sehr nass und kalt. Um es kurz zu machen, die Fahrt dauerte knapp 4 Stunden. Drei paar Socken in den Gummistiefeln konnten nicht verhindern das es immer kälter wurde. Bei einem kleinen Strand wurden wir schließlich abgesetzt. Dort lebte eine recht große Kolonie von Adelie-Pinguinen die gerade ihre Küken großzogen. Das Wetter verschlechterte sich leider weiter und an Fotos machen war nicht mehr zu denken. Und so stieg ich in das nächste Zodiac das Richtung Schiff fuhr. Wir waren drei Personen plus Fahrer. Dieser drückte und ein Seil in die Hand und fuhr los wie ein Wahnsinniger beim Rodeoreiten . Mit lauten „Yihaaaa“-Rufen und mit Höchstgeschwindigkeit flog das Schlauchboot über die Wellen und schlug immer wieder hart auf, dass wir Mühe hatten nicht über Bord zu gehen oder unsere Rucksäcke zu verlieren.

Nach nun fast 5 Stunden in Regen, Schnee und Kälte war nun eine extra heiße und extra lange Dusche angesagt.

21.01.2012

Über Nacht waren in der Flanders Bay angekommen und fuhren gemächlich durch das Packeis in den Lemaire Chanel hindurch. Das Wetter war wie schon die vergangen Tage rau, nass und es schneite. Die Fahrt durch den Chanel war dennoch ein Erlebnis. Die mächtigen Berge link und rechts lagen teilweise im Nebel und die dunkle Lichtstimmung gab dem ganzen etwas geheimnisvolles. Auf dem Packeis lagen vereinzelt Krabbenfresserrobben. Da das Eis dichter wurde und der Wind zunahm beschloss der Kapitän nicht weiter in den Lemaire Chanel einzufahren und lieber umzukehren. Zu groß war nun die Gefahr vom Eis eingeschlossen zu werden. Auf Deck 7 wurden unterdessen Schneemänner- und Pinguine gebaut und das Schiff wurde vom Neuschnee der letzten Nacht befreit.

Bei Cape Renard entspannte sich die Eissituation. Sofort wurden die Zodiacs zu Wasser gelassen und wir cruisten gute zwei Stunden bei zum Teil heftigen Schneefall oder Graupel um Eisberge und einen Gletscher entlang. Trotz dem bedecktem Himmel leuchteten die Eisberge in wunderschönen Blau. Zwei Krabbenfresserrobben begleiteten das Schlauchboot ein Stück und schwammen ein paar Mal darunter durch. Als wir zurück zum Schiff fuhren waren alle vom Graupel „gesandstrahlt“ und wir sahen den Schneemännern auf dem Oberdeck gar nicht mehr so unähnlich.

Am Nachmittag – die Klamotten waren noch nicht trocken – brachen wir auf zu Port Lockroy, einer alten britischen Forschungsstation die nun noch als Museum und Suvenierladen diente. Um Port Lockroy und drum herum waren mehrere Eselspinguin-Kolonien die gerade ihre Jungen aufzogen, es war ganz schön was los. Auch hier heftiger Schneefall. Hoffentlich halten Kamera und Objektive durch. Nach einem Besuch des Museums und des Giftshops setzte ein Zodiac Richtung Schiff über. Der Gang und die Kabine gleichen nun einer großen Wäschekammer, Jacken, Hosen Pullover, das alles muss bis morgen wieder trocken sein…

Einfahrt in den Lamaire Chanel.

Schneemann und Schneepinguin auf dem Oberdeck.

Gute zwei Stunden crusiten wir bei zum Teil heftigen Schneefall und Graupel um Eisberge und einen Gletscher entlang.

Bald sahen den Schneemännern auf dem Oberdeck gar nicht mehr so unähnlich.

1996 wurde Port Lockroy renoviert und dient heute als Museum und vom United Kingdom Antarctic Heritage Trust betriebenes Postamt.

Eselspinguine auf Port Lockroy.

22.01.2012

Heute Morgen war das so ein helles Ding am Himmel, ich glaube man nennt es auch Sonne. War nicht schlecht, ist zum Mittag hin wieder verschwunden.

Die erste Exkursion führte zu einer nahe gelegen argentinischen Wetterstation Base Brown in der Paradise Bay. Auf dem ganzen Gelände waren die Steinnester der Eselspinguine. Durch den hüfthohen Schnee stapften wir auf einen Hügel hinzu um die Aussicht auf die Bucht zu genießen. Der Abstieg war eher Rutschen als Laufen. Anschließend fuhren wir mit den Zodiacs um die Eisberg, die überall in der Paradise Bay schwammen. Auf manchen lagen Krabbenfresserrobben, es ließ sich auch der erste Seeleopard blicken. Highlight dieses Vormittags war der gewaltige Gletscher mit den Bergen im Hintergrund, die teilweise von Wollten und Nebel umhüllt waren. Mit lauten Krachen gingen immer wieder Lawinen in größerer Höhe ab. Hin und wieder kreuzten schwimmende Eselspinguine unserer Weg.

Am Mittag gab es ein Barbecue auf dem Außendeck. Ein paar Forscher von der Base Brown wurde dazu eingeladen, ebenso ein Filmteam, das einen IMax-Drei D Film über den Tourismus in der Antarktis drehte.

Am frühen Nachmittag lief die Ioffe bei Spiegelglatter See in Neko Harbour ein. Eine grandiose Einfahrt. Der Gletscher und die Eisberge spiegelten sich im sparsamen Sonnenlicht. Mit den tiefliegenden Wolken war das eine wirklich dramatische Lichtstimmung. Mit den Zodiacs setzten wir schließlich über und konnten den Eselpinguinen zuschauen, wie sie Ihre Jungen fütterten und sich gegenseitig die Steine aus den Nestern klauten. Der gewaltigen Gletscher leuchtete in weiß und dunklem Blau. Ab und zu grollte er auch.

Bei der anschließenden Zodiac-Cruise ließen sich noch zwei Mink-Wale blicken. Nach dem Abendessen sahen wir sogar noch ein größere Gruppe von Orkas die im Sonnenuntergang ihre Bahnen zogen.

Anlandung bei Base Brown in der Paradise Bay.

Blick auf die Paradise Bay, im Hintergrund die Akademik Ioffe.

Mit lauten Krachen gingen immer wieder Lawinen in größerer Höhe ab.

Eines der Reisehighlights: Die Gletscher von Paradise Bay.

Barbecue an Deck mit Forschern und Filmteam.

Zodiacfahrt bei Neko Harbour.

23.01.2012

Heute Früh stand eine Anlandung auf Neko Habour auf dem Plan. Sonne und Wolken wechselten sich aber und es wehte ein recht frischer Wind. Das Schlauchboot fuhr uns zwischen großen, blauen Eisbergen an Land.

Wir erkundeten den Strand und die Eselspinguin-Kolonie auf dem nahe gelegen Hügel. Es war lustige anzusehen, wie die Pinguine auf ihren „Highways“ zum Wasser rutschten und watschelten. Eine Weddellrobbe lag dazwischen im Schnee, ließ sich aber überhaupt nicht von uns stören.

Genau zu dem Zeitpunkt, als wir noch etwas mit dem Zodiac zwischen den Eisbergen fuhren, zogen die Wolken zu und binnen weniger Minuten fing es an zu schneien. Trotzt des Wetters beobachteten wir noch ein ganze Weile zwei Buckelwale, die in der Bucht schwammen.

Am Nachmittag starteten wir Richtung Cuverville Island. Einer der schönsten Ausflüge! Hier ist ist die größte Eselespinguin-Kolonien auf der Antarktischen Halbinsel. Das Wetter war sonnig aber ziemlich stürmisch. Die Kulisse göttlich. Tausende Pinguine mit ihren Jungen, dahinter die blauen Eisberge in der Sonne. Dazwischen immer wieder Skuas die versuchten eines der Küken zu rauben. Mittendrin räkelte sich gemütlich eine Wedell-Robbe. Zum Abschluss cruisten wir wieder eine Runde an der Küste entlang und schauten den Pinguinen beim Schwimmen zu und umrundenden ein paar Eisberge. Des starken Windes wegen spritze die Gischt hoch ins Schlauchboot hinauf und es wurde eine nasse Fahrt zurück in Schiff.

Eselspinguine watscheln in ihren „Highways“ Richtung Wasser.

Eine Weddell-Robbe lässt es sich auf Neko Harbour gut gehen.

Die grandiose Kulisse von Cuverville Island…

…erfreut das Fotografenherz!

24.01.2012

Über nacht hatte die Iffoe Fahrt gemacht und die South Shetland Inseln erreicht. Der Seegang nahm spürbar zu.

Am Morgen unternahmen wir einen Ausflug nach Deception Island, eine Vulkaninsel mit einem immer noch leicht aktiven Vulkan. Zwischen den Hinterlassenschaften alter Walfänger und Walknochen liefen wir bei starken Wind am Strand entlang und stieben zu „Neptuns Auge“ hinauf, einem Loch in der Kalderea das Vulkans, wo man eine weiten Ausblick auf das Meer Richtung Peninsula hatte. Der Strand dampfte von den vulkanischen Aktivitäten, der Sand war stellenweise richtig heiß.

Am späteren Nachmittag landeten wir auf einer weiteren South Shetland Insel an, auf Aicho Island. Die Sonne scheinet und es wehte ein starker Wind. Die Pinguin-Kolonie rochen wir schon von weiten als wir noch im Zodiac saßen. Zügel- und Eselspinguine zogen dort ihre Jungen auf. Es war lustig anzusehen, wie die Teenager zwischen die Erwachsenen umher rannten. Nach ein paar Kilometern erreichten wir das andere Ende der Insel. Eine Gruppe See-Elefanten dort in der Sonne und ließ es sich gutgehen.

Nachdem nach diesem letzten Ausflug dieser Reise wieder alle an Bord waren, machte sich die Ioffe wieder auf Richtung Drake Passage. Bereits in der Nacht schaukelte das Schiff wieder beachtlich.

Deception Island ist eine der Südlichen Shetlandinseln, eine Subantarktische Inselgruppe. Die Insel wird durch die Spitze eines aktiven Vulkans gebildet; der bislang letzte Ausbruch fand im Jahre 1970 statt.

Charakterisiert sind die Aitcho Islands und ihre Nachbarinseln durch schroffe Felsformationen, spitze Gipfel und Gletscher, bei schönem Wetter präsentieren sie sich als eine der schönsten Landschaften der Antarktis. Dazu kommt eine reiche Artenvielfalt – die Inseln sind von Pinguin-Scharen bevölkert.

25. + 26. 01 2012

Die Drake meinte es gut mit uns. Das Schiff ächzte und schaukelte zwar ziemlich, es war aber auszuhalten. Die Crew gab sich alle Mühe uns mit Vorträgen die Zeit zu verkürzen.

Am Nachmittag erreichten wir schließlich Cape Horn. Das Wetter war wechselhaft, dennoch konnte man den kleinen Leuchtturm gut erkennen. Eine kleine Gruppe von Delphinen schwamm eine Weile mit dem Schiff mit. Anmutig schossen sie aus dem Wasser, drehten sich in der Luft und erfreuten uns mit ihren Kunststücken. Das letzte Stück der Reise war nun der Beagel-Kanal nach Ushuaia.

Eine typische Aufnahme aus der Drake-Passage.

Endlich, nach zwei Tagen Drake erreichten wir Cape Horn.

Eine Gruppe Delphine begleitete das Schiff eine Weile.

Keine Seekrankheit, Delphine beobachten!

27.01.2012

In der Nacht erreichten wir den Hafen von Ushuaia. Nach dem Frühstück um 7.30 Uhr hieß es Abschied nehmen. Die Busse standen bereits vor dem Schiff bereit um uns zum Flughafen oder ins Stadtzentrum zu bringen.

Nach einem angenehmen, 3,5 stündigen Flug kam ich am frühen Nachmittag in Buenos Aires auf dem Jorge Newbery Airport an.

Das Taxi setzte mich nach einer halbstündigen Fahrt durch das brütend heiße Buenos Aires bei meinem Hotel, den Tribeca Buenos Aires Apart ab. Zu diesem Hotel kann ich nur sagen „außen hui und innen aber so was von pfui!“

Nun hieß es Abschied nehmen.

Die Busse standen früh Morgens schon bereit.

28.01.2012

Nach dem Frühstück nahm ich mir ein Taxi zum Buenos Aires Ezeiza International Airport, meiner letzten Station in Argentinien. Nun mussten nur noch schlappe 6 Stunden abgesessen werden, bis der Lufthansa Jumbo LH511 wieder Richtung Frankfurt abhob. Der Flug war wieder angenehm und ging wieder irgendwie rum. Lufthansa hat Stromberg in ihrer Filmbibliothek, das versüßte den Flug ungemein!

29.01.2012

Nach rund 14 Stunden in der Luft landete die 747 am Vormittag in Frankfurt, die 2 Stunden nach Schwäbisch Hall waren nun nur mehr ein Klacks.

Diese Reise war eine komplett andere Erfahrung wie die lange Tour über Falkland, Südgeorgien und die Halbinsel im Vorjahr, wo wir fast ausnahmslos schönes Wetter hatten und die grünen subantarktischen Inseln dabei waren. Diesmal war es eine Wind- und Wetter-Tour. Genau so, wie man sich die Antarktis vorstellt. Schnee, Eis, Wind und eben die leuchtend blauen mächtigen Eisberge. Nicht zu vergessen die Tierwelt, die genügsam den Elementen trotzt und sich perfekt diesem unwirtlichen Lebensraum angepasst hat. Eine tolle Reise war es, jeder Tag hat sich gelohnt. Die Akademik Ioffe war bisher das beste Schiff auf dem ich unterwegs war, die nautische Besatzung die aus Russen bestand war ebenso professionell, wie die wissenschaftlichen Guides, die uns durch die antarktische Wildnis führten.

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